Grundlagen

Was ist ein HEMS?

Ein Home Energy Management System vernetzt PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox und entscheidet automatisch, wann welches Gerät Strom bekommt. Hier erfahren Sie, wie das funktioniert, was es kostet, was es spart, wie es gefördert wird, wann es sich nicht lohnt, und was davon beim Soluxion HEMS Plus gilt.

Kurz gefasst
  • HEMS = Home Energy Management System: Hardware plus Software, die alle Energieflüsse im Haus überwacht und automatisch steuert.
  • Drei Hebel: eigener Solarstrom statt Einspeisung (20 bis 30 Cent je verlagerter Kilowattstunde, Verbraucherzentrale NRW), günstige Börsenstunden bei dynamischen Tarifen und reduzierte Netzentgelte nach §14a EnWG (im Schnitt rund 165 Euro im Jahr).
  • Kosten: von rund 100 Euro im Selbstbau bis über 1.000 Euro für Komplettpakete. Abo-Modelle kosten über zehn Jahre oft mehr als das Gerät selbst.
  • Lohnt sich mit steuerbaren Verbrauchern (E-Auto, Wärmepumpe, Speicher, Heizstab), mit oder ohne PV-Anlage. Ohne solche Verbraucher meist nicht.
  • Förderung: BEG EM mit 15 bis 20 Prozent (Antrag vor dem Kauf) oder Steuerbonus nach §35c EStG mit 20 Prozent, nicht beides.
  • Einbau: die Box und die Einrichtung selbst, alles im Zählerschrank die Elektrofachkraft.
  • Das Soluxion HEMS Plus: 399 Euro einmalig, kein Abo, keine Cloud-Gebühr, jeder Stromanbieter, über 800 Geräte, §14a und §9 ab Werk vorkonfiguriert. Wo dieser Beitrag den Markt beschreibt, steht dabei, wie es bei unserem Gerät ist.

Definition: Was ist ein HEMS?

HEMS steht für Home Energy Management System, auf Deutsch: Heim-Energiemanagementsystem. Es ist eine Kombination aus Hardware und Software, die alle Energieflüsse im Haushalt überwacht und automatisch steuert. Ein HEMS vernetzt die Photovoltaik-Anlage, den Batteriespeicher und die steuerbaren Verbraucher zu einem System und schaltet die einzelnen Geräte automatisiert, abhängig von Stromerzeugung, Strompreis, Netzsignal und aktuellem Bedarf.

Kurz gesagt: Statt dass Solarstrom für wenige Cent ins Netz fließt und abends teurer Netzstrom zugekauft wird, sorgt das HEMS dafür, dass möglichst viel selbst erzeugter Strom auch selbst verbraucht wird, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Gerät. Und wer keinen eigenen Solarstrom hat, nutzt mit einem HEMS die günstigen Stunden eines dynamischen Stromtarifs.

Das Interesse daran wächst mit der Zahl der Anlagen: Nach Berechnungen des Fraunhofer ISE haben Betreiber von PV-Anlagen in Deutschland 2024 rund 12,3 Terawattstunden Solarstrom selbst verbraucht, mehr als dreimal so viel wie 2020. Speicher, Wärmepumpen und Elektroautos treiben diesen Anteil weiter, und genau diese Geräte koordiniert ein HEMS.

Beim Soluxion HEMS Plus Unser HEMS ist eine Box für die Hutschiene mit quelloffener Software, vorkonfiguriert für §14a EnWG und §9 EEG. Es gehört Ihnen: 399 Euro einmalig, kein Abo, keine Cloud, kein Konto, jeder Stromanbieter. Was dieser Beitrag allgemein über HEMS sagt, gilt für unser Gerät, wo es anders ist, steht es dabei.

Wie funktioniert ein HEMS?

Das Herzstück ist die Messung: ein intelligenter Zähler, ein Modbus-Zähler im Zählerschrank oder die Messwerte des Wechselrichters liefern Erzeugung, Verbrauch und Netzbezug in Echtzeit. Aus diesen Daten leitet das HEMS laufend automatisierte Entscheidungen ab. Der Regelkreis hat vier Schritte:

  1. Messen: Wie viel Strom erzeugt die Anlage gerade, wie viel verbraucht das Haus, wie viel fließt ins Netz oder aus dem Netz?
  2. Bewerten: Ist Überschuss da? Wie teuer ist die Kilowattstunde in dieser Stunde? Verlangt der Netzbetreiber gerade eine Begrenzung?
  3. Schalten: Speicher laden, Wärmepumpe anheben, Wallbox freigeben, Heizstab einschalten, oder eben nicht.
  4. Prüfen: Wirkt die Entscheidung? Sekunden später beginnt der Zyklus von vorn.

Das Grundprinzip lautet: Eigenverbrauch maximieren, Netzbezug minimieren, und die Einspeisung ins öffentliche Netz nur dann nutzen, wenn kein sinnvoller Eigenverbrauch möglich ist. Moderne Systeme arbeiten dabei prognosebasiert: Sie beziehen die Wetter- und Erzeugungsprognose sowie bei dynamischen Tarifen die Börsenpreise der nächsten Stunden mit ein. Ein E-Auto mit Abfahrtszeit am Morgen wird so über Nacht in den günstigsten Stunden geladen, statt sofort nach dem Anstecken.

Drei Signale steuern ein gutes HEMS gleichzeitig: der eigene Überschuss (PV), der Preis (dynamischer Tarif) und das Netz (Steuerbox des Netzbetreibers nach §14a EnWG, Einspeisebegrenzung nach §9 EEG). Ein HEMS, das nur eines dieser Signale kennt, lässt Geld liegen oder erfüllt die gesetzlichen Vorgaben nicht.

Beim Soluxion HEMS Plus Die Messung kommt vom Wechselrichter, von einem Modbus-Zähler an der RS-485-Klemme oder von einem Netzwerkzähler. Wetterprognose und Börsenpreise holt sich die Box selbst. Das Netzsignal kommt per EEBUS von der Steuerbox oder über die FNN-Steuerkontakte an den sechs digitalen Eingängen. Alle drei Signale sind ab Werk vorgesehen, Sie tragen im Assistenten nur Ihre Grenzen ein.

Welche Komponenten steuert ein HEMS?

Ein leistungsfähiges HEMS verbindet die verschiedenen Energiequellen und Verbraucher im Haushalt und optimiert ihr Zusammenspiel, das nennt man Sektorenkopplung. Typische Komponenten:

KomponenteRolle im SystemBeim Soluxion HEMS Plus
PV-AnlageErzeugt Solarstrom, die Basis des EigenverbrauchsWechselrichter per Netzwerk oder Modbus RTU über die RS-485-Klemme
BatteriespeicherSpeichert Überschuss für die Abend- und NachtstundenSpeichersteuerung ab Werk, inklusive Batterieboost fürs E-Auto
WärmepumpeWandelt günstigen oder eigenen Strom in Wärme, großer flexibler VerbraucherSG-Ready über zwei potenzialfreie Relais, viele Modelle auch per Netzwerk
Wallbox / E-AutoLädt bevorzugt mit Solarüberschuss oder zu günstigen Zeiten, oft der größte verschiebbare VerbrauchPV-Überschussladen und Ladepläne mit Abfahrtszeit, Fahrzeugdaten direkt vom Auto
Heizstab, Warmwasser, PoolKleine bis mittlere Lasten, die Überschuss in Wärme umsetzenSchaltbar über Relais oder smarte Steckdosen
Schaltbare SteckdosenAlles, was einen Stecker hat: E-Bike-Ladegerät, Entfeuchter, WerkzeugakkusShelly, Tasmota, Homematic IP, FRITZ!DECT, TP-Link und weitere
Zähler / Smart MeterMisst alle Flüsse in Echtzeit, Datengrundlage der SteuerungModbus-Zähler an RS-485 oder Netzwerkzähler, über 800 Geräte in der Liste
Steuerbox des NetzbetreibersLiefert das Netzsignal nach §14a EnWG und §9 EEG, das HEMS setzt es umEEBUS-Kopplung und FNN-Kontakte (S1, S2, W3, W4) an sechs Eingängen, ab Werk vorkonfiguriert
StromtarifLiefert bei dynamischen Tarifen das Preissignal für die nächsten StundenTibber, aWATTar, Octopus und weitere ab Werk, jeder Anbieter möglich

Die Orchestrierung all dieser Komponenten erfordert ein zentrales System, das jede von ihnen kennt und ihren Betrieb aufeinander abstimmt. Genau das ist die Aufgabe des HEMS. Welche Wallboxen, Wechselrichter, Speicher und Wärmepumpen sich einbinden lassen, zeigt unsere Kompatibilitätsliste; was sich jenseits der großen Verbraucher noch schalten lässt, der Beitrag zu den Anwendungsfällen.

Was bringt ein HEMS? Die Vorteile

Höherer Eigenverbrauch

Der wichtigste Hebel bei eigener PV-Anlage. Ohne Steuerung und Speicher bleibt ein großer Teil des Solarstroms ungenutzt. Der Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin zeigt für einen Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch und einer 10-kWp-Anlage nur 16 Prozent Eigenverbrauchsanteil ohne Speicher, mit einem 10-kWh-Speicher 38 Prozent. Bei einer kleineren 5-kWp-Anlage sind es 28 Prozent ohne und 56 Prozent mit 5 kWh Speicher. Der Rechner kennt allerdings weder Wärmepumpe noch E-Auto. Genau diese beiden Verbraucher heben den Anteil weiter an, wenn ein HEMS sie gezielt in die Sonnenstunden legt, je nach Fahr- und Heizprofil.

Geringere Stromkosten

Jede Kilowattstunde, die statt eingespeist selbst genutzt wird, spart die Differenz zwischen Haushaltsstrompreis und Einspeisevergütung, laut Verbraucherzentrale NRW zwischen 20 und 30 Cent. Verschiebt ein HEMS im Jahr 1.000 kWh vom Netz in den eigenen Überschuss, sind das 200 bis 300 Euro. Mit einem dynamischen Stromtarif verschiebt das HEMS flexible Lasten zusätzlich in die günstigsten Stunden: Im Gutachten des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft für den Verbraucherzentrale Bundesverband war der stündlich-dynamische Tarif für einen Haushalt mit E-Auto (5.800 kWh) schon ohne Verhaltensänderung die günstigste Option; die gezielte Verschiebung brachte zusätzlich rund 7 Prozent. Ohne Automatik lässt sich dieser Effekt im Alltag kaum heben, niemand steht nachts um drei auf, um die Wallbox freizugeben.

Reduzierte Netzentgelte

Seit 2024 kommt ein dritter Hebel hinzu: Wer Wallbox, Wärmepumpe oder Speicher betreibt, muss diese nach §14a EnWG netzdienlich steuerbar machen. Ein HEMS übernimmt genau diese Schnittstelle und schafft damit die technische Voraussetzung für reduzierte Netzentgelte, im Schnitt rund 165 Euro brutto im Jahr, je nach Netzgebiet meist 120 bis 200 Euro. Gewährt wird die Reduzierung vom Netzbetreiber nach der Anmeldung. Ihr Netzgebiet finden Sie im §14a Sparrechner.

Mehr Autarkie und Transparenz

Wer mehr eigenen Strom nutzt, macht sich unabhängiger von Strompreisschwankungen. Und weil das HEMS ohnehin alles misst, sehen Sie zum ersten Mal, wohin der Strom im Haus wirklich fließt: welcher Verbraucher wann wie viel zieht, was die Anlage liefert, was der Speicher hergibt.

Gesetzliche Steuerbarkeit ohne Bastelei

PV-Anlagen müssen zusätzlich nach §9 EEG steuerbar sein. Ein HEMS bündelt beide Pflichten an einer Stelle: Es nimmt das Signal der Steuerbox entgegen, verteilt die zulässige Leistung sinnvoll auf die Geräte und begrenzt bei Bedarf die Einspeisung. Ohne HEMS drosselt der Netzbetreiber jedes Gerät einzeln, mit HEMS bleibt der Komfort erhalten.

Beim Soluxion HEMS Plus Alle fünf Vorteile sind ab Werk drin: PV-Überschussladen, dynamische Tarife, §14a und §9, lokales Dashboard ohne Konto, Ausbau um weitere Geräte ohne Zusatzkosten. Die reduzierten Netzentgelte gewährt der Netzbetreiber, die technische Voraussetzung dafür bringt die Box mit.

HEMS, EMS oder Smart Home? Die Unterschiede

HEMS und EMS

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. EMS (Energy Management System) ist der Oberbegriff für Energiemanagement-Systeme jeder Größe, vom Eigenheim bis zum Industriebetrieb. HEMS bezeichnet speziell die Anwendung im Home-Bereich, also die Vernetzung von PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox im privaten Haushalt. Für Eigenheimbesitzer sind beide Begriffe praktisch deckungsgleich.

HEMS und Smart Home

Ein Smart Home ist der Komfortmanager: Licht nach Tageszeit, Rollläden nach Sonnenstand, Heizkörperthermostate nach Zeitplan, Szenen per Sprachbefehl. Ein HEMS ist der Energiemanager: Es entscheidet nach Erzeugung, Preis und Netzsignal, wann die großen Verbraucher laufen. Der Unterschied liegt in der Fragestellung. Das Smart Home fragt „Ist es gemütlich?", das HEMS fragt „Ist es gerade günstig?".

Beides ergänzt sich. Schaltbare Steckdosen und Schalter, die im Smart Home schon stecken, kann ein HEMS mitnutzen und bei Überschuss oder günstigem Preis einschalten. Das Soluxion HEMS Plus spricht gängige Schaltgeräte direkt an und lässt sich über MQTT in bestehende Hausautomationen wie Home Assistant einbinden.

HEMS und Smart Meter

Der Smart Meter ist die Messkomponente, das intelligente Messsystem des Messstellenbetreibers. Das HEMS ist die Steuerungsintelligenz, die auf Basis von Messdaten Entscheidungen trifft. Für die Steuerbarkeit nach §14a EnWG gehören beide zusammen: Das intelligente Messsystem und die Steuerbox stellt der Messstellenbetreiber, das HEMS setzt das Signal um.

Wann lohnt sich ein HEMS?

Ein HEMS spielt seine Stärken aus, sobald es etwas zu verschieben gibt. Die Faustregel: Je mehr steuerbare Verbraucher im Haushalt, desto größer das Optimierungspotenzial. Eine PV-Anlage ist dafür hilfreich, aber keine Voraussetzung.

  • PV + Speicher: Grundnutzen, Eigenverbrauch deutlich steigern, Speicher netzdienlich laden.
  • PV + Wärmepumpe: großer flexibler Verbraucher, viel Verschiebepotenzial, Wärme als Speicher.
  • PV + E-Auto: Überschussladen statt teurem Netzstrom, oft der größte Einzelhebel.
  • Dynamischer Tarif + E-Auto oder Wärmepumpe, auch ohne PV: Laden und Heizen in den günstigen Börsenstunden. Das vzbv-Gutachten zeigt: Je höher Verbrauch und Flexibilität, desto größer der Vorteil.
  • Steuerbare Verbraucher ab 2024: §14a EnWG verlangt die Steuerbarkeit ohnehin, das HEMS macht aus der Pflicht die Netzentgelt-Reduzierung.
  • Alles zusammen: maximaler Nutzen, hier rechnet sich ein HEMS am schnellsten.

Für genau diese Fälle ist das Soluxion HEMS Plus gebaut: PV-Überschuss, dynamischer Tarif und Netzsignal in einem Gerät, jeder Fall einzeln oder alle zusammen, ohne dass Sie den Stromanbieter wechseln müssen.

Wann lohnt sich ein HEMS nicht?

Ehrlich gesagt: nicht in jedem Haus. Ein HEMS kann nur verschieben, was verschiebbar ist. In diesen Fällen sollten Sie genau hinsehen, bevor Sie Geld ausgeben:

  • Keine steuerbaren Verbraucher. Ohne E-Auto, Wärmepumpe, Speicher, Heizstab oder zumindest schaltbare Geräte gibt es nichts zu optimieren. Eine PV-Anlage allein braucht kein HEMS, sie speist ein.
  • Sehr geringer Stromverbrauch. Im vzbv-Gutachten brachte die Lastverschiebung einem 2-Personen-Haushalt mit 1.800 kWh nur rund 1 Prozent zusätzliche Ersparnis. Da trägt kein Gerät seine Kosten.
  • Geräte ohne Schnittstelle. Ein alter Wechselrichter ohne Datenanschluss, eine Wallbox ohne Steuerung oder eine Wärmepumpe ohne SG-Ready-Kontakt lassen sich nicht führen. Prüfen Sie vor dem Kauf die Kompatibilitätsliste. Manchmal hilft ein zusätzlicher Zähler, manchmal nicht.
  • Kein Zugriff auf Anlage und Zählerschrank. Als Mieter ohne eigene Anlage und ohne Zustimmung des Eigentümers bleibt nur die Steckdose.
  • Kein Interesse an Automatik. Ein HEMS will einmal eingerichtet und gelegentlich angeschaut werden. Wer das nicht möchte, nutzt es nicht.
  • Kein Heimnetz am Zählerschrank. Das HEMS braucht LAN oder WLAN zu den Geräten. Ohne Netzwerk keine Steuerung.
Unser Rat Trifft einer dieser Punkte zu, ist die günstigste Lösung, erst einmal nichts zu kaufen. Kommt später ein E-Auto oder eine Wärmepumpe dazu, ist der Moment da. Das gilt auch für das Soluxion HEMS Plus: Wir verkaufen es lieber nicht als falsch. Lieber ein zufriedener Nichtkunde als eine Box, die im Schrank langweilt.

Was kostet ein HEMS?

Vorab zur Einordnung Das Soluxion HEMS Plus kostet 399 Euro einmalig, Versand inklusive. Keine Abo-Gebühr, keine Cloud-Kosten, keine Bindung an einen Stromtarif. Die folgenden Spannen beschreiben den Markt, damit Sie Angebote vergleichen können, in der rechten Spalte steht jeweils, wie es bei uns ist.

Die Verbraucherzentrale NRW nennt für die Anschaffung „mehrere hundert Euro" und für ein System, das Solaranlage, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und Haushaltsgeräte einbindet, „schnell über 1.000 Euro", dazu bei Cloud-Lösungen monatliche Kosten im zweistelligen Bereich. Damit Sie Angebote einordnen können, hier die einzelnen Kostenblöcke mit den Spannen, die wir im Markt sehen (Stand September 2026):

KostenblockSpanne im MarktWoran es hängtBeim Soluxion HEMS Plus
Steuerzentrale (die Box)100 bis 1.000 €Selbstbau mit Open-Source-Software auf eigener Hardware ab rund 100 bis 150 Euro, ohne Gehäuse für den Schaltschrank und ohne §14a-Vorkonfiguration. Fertiggeräte einmalig 500 bis 1.000 Euro. Versorger-Boxen ab rund 200 Euro, dann aber mit Abo oder Bindung an den Stromtarif.399 € einmalig, Versand inklusive, Hutschienengehäuse, vorkonfiguriert
Laufende Kosten0 bis 10 €/MonatEinmalkauf: null. Cloud- und Abo-Modelle meist 6 bis 10 Euro im Monat, über zehn Jahre also 700 bis 1.200 Euro, mehr als das Gerät selbst.0 €, Updates inklusive, kein Konto
Intelligentes Messsystem + SteuerboxgedeckeltStellt der Messstellenbetreiber, die Entgelte sind gesetzlich begrenzt. Für steuerbare Verbraucher nach §14a EnWG ohnehin Pflicht, kein HEMS-Aufpreis.wie überall vom Messstellenbetreiber; die Box koppelt sich per EEBUS oder Steuerkontakt daran
Zusätzliche Messtechnikje nach GerätHat der Wechselrichter keine auslesbare Schnittstelle, braucht es einen Modbus-Zähler im Zählerschrank. Bei modernen Anlagen entfällt das.RS-485-Klemme für Modbus-Zähler ist an Bord, kein Zusatzmodul nötig
Elektrofachkraftnach AufwandArbeiten im Zählerschrank, Anschluss an Steuerbox oder Steuerkontakte, Relais zur Wärmepumpe.nur für Zählerschrank, Steuerkontakte und Relais; Box, Einrichtung und Netzwerkgeräte übernehmen Sie selbst

Einmal zahlen, Abo oder Versorger-Paket?

Drei Kostenmodelle konkurrieren am Markt, und der Preis auf dem Etikett sagt wenig über die Gesamtkosten:

  • Einmalkauf: Gerät kaufen, fertig. Über zehn Jahre bleibt es beim Kaufpreis, Updates inklusive. So verkaufen wir das Soluxion HEMS Plus: 399 Euro, fertig.
  • Abo: Günstige oder kostenlose Box, dafür 6 bis 10 Euro im Monat für App, Cloud und Optimierung. Ein Beispiel aus dem Markt: 199 Euro plus 9,99 Euro im Monat, in zehn Jahren rund 1.400 Euro. Endet das Abo, endet meist auch die Funktion.
  • Versorger-Paket: Die Box für einen symbolischen Euro, gekoppelt an den Stromtarif des Anbieters, oft mit Boni, die an Bedingungen hängen und befristet sind. Dynamische Tarife oder ein Anbieterwechsel sind dann meist ausgeschlossen. Rechnen Sie den Tarif mit, nicht nur die Box.
Gut zu wissen Das Soluxion HEMS Plus kostet 399 Euro einmalig, Versand inklusive, kein Abo, keine Cloud-Gebühr, 14 Tage Widerrufsrecht. Es läuft mit jedem Stromanbieter und jedem dynamischen Tarif, mit dem vollen Funktionsumfang seiner quelloffenen Software und mit §14a EnWG und §9 EEG ab Werk vorkonfiguriert. Für Betreiber einer PV-Anlage gilt beim Kauf der Nullsteuersatz nach §12 Abs. 3 UStG, im Shop als eigene Variante.

Was spart ein HEMS? Ein Rechenbeispiel

Wir rechnen offen, mit Annahmen, die Sie anpassen können. Das Beispiel ist ein 4-Personen-Haushalt mit 10-kWp-Anlage, E-Auto und einem steuerbaren Verbraucher, der nach §14a EnWG angemeldet ist. Alle drei Hebel bringt das Soluxion HEMS Plus ab Werk mit:

HebelAnnahmeErsparnis im JahrQuelle
Eigener Solarstrom statt EinspeisungDas HEMS verlagert 1.000 kWh (E-Auto-Laden und Warmwasser) in Sonnenstunden; jede kWh bringt 20 bis 30 Cent200 bis 300 €Verbraucherzentrale NRW
Reduzierte Netzentgelte, §14a Modul 1Ein steuerbarer Verbraucher, angemeldet beim Netzbetreiber; je nach Netzgebiet 120 bis 200 Euro120 bis 200 €BNetzA-Festlegung, unser Sparrechner
Dynamischer TarifHaushalt mit E-Auto, 5.800 kWh: Lastverschiebung brachte im Gutachten bis zu 65 Euro im Halbjahr, rund 7 Prozent, zusätzlich zum ohnehin günstigeren Tarif100 bis 130 €vzbv/FÖS-Gutachten 10/2024
Summewenn alle drei Hebel greifen420 bis 630 €eigene Rechnung

Zwei ehrliche Einschränkungen: Erstens addieren sich die Hebel nicht immer vollständig, denn eine Kilowattstunde, die mittags aus der eigenen Anlage kommt, kann nachts nicht auch noch günstig aus dem Netz geladen werden. Zweitens hängt alles am Profil: Wer 25.000 Kilometer im Jahr fährt und tagsüber zu Hause lädt, verlagert deutlich mehr als 1.000 kWh; wer das Auto nur am Wochenende bewegt, weniger. Die Verbraucherzentrale warnt zu Recht vor Werbeversprechen wie „bis zu 500 Euro im Jahr" ohne Rechenweg. Deshalb steht hier der Rechenweg.

Wann hat sich das Soluxion HEMS Plus bezahlt gemacht?

Beim Soluxion HEMS Plus mit 399 Euro einmalig ergeben sich aus dem Rechenbeispiel diese Amortisationszeiten, ohne Förderung und ohne Arbeitskosten eines Fachbetriebs:

SzenarioErsparnis im JahrAmortisation
Nur §14a: ein steuerbarer Verbraucher, keine Verlagerung120 bis 200 €2 bis gut 3 Jahre
PV + E-Auto: 1.000 kWh verlagert200 bis 300 €1,3 bis 2 Jahre
Alle drei Hebel420 bis 630 €unter einem Jahr

Bei Abo-Modellen verschiebt sich die Rechnung: Die laufenden Gebühren von 6 bis 10 Euro im Monat fressen einen Teil der Ersparnis jedes Jahr wieder auf. Mit Förderung (nächster Abschnitt) verkürzt sich die Zeit um 15 bis 20 Prozent, mit Fachmontage verlängert sie sich um die Arbeitskosten. Wer nur den ersten Hebel hat, kauft ein HEMS trotzdem selten umsonst: Die §14a-Steuerbarkeit ist bei neuen Wärmepumpen und Wallboxen ohnehin Pflicht, das HEMS macht sie komfortabel.

Welche Förderung gibt es für ein HEMS?

Zwei Wege, die sich gegenseitig ausschließen. Beide brauchen einen Fachbetrieb, und beide müssen vor dem Kauf geklärt sein. Das Soluxion HEMS Plus ist als Seriengerät förderfähig (Eigenbau ist ausgeschlossen); die Bedingungen im Detail und unseren Herstellernachweis finden Sie auf der Förderseite.

  • Zuschuss nach BEG EM (Nummer 5.2 b, „Efficiency Smart Home"): 15 Prozent, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent; Mindestinvestition 300 Euro brutto; nur im Bestandsgebäude; ein Energieeffizienz-Experte ist Pflicht; der Antrag muss vor Vertragsabschluss gestellt sein. Ein Kauf vor dem Antrag zählt als Vorhabenbeginn und schließt die Förderung aus. Für das Gerät allein lohnt der Aufwand selten, als Teil einer Sanierung schon.
  • Steuerbonus nach §35c EStG: 20 Prozent der Kosten über drei Jahre (7, 7 und 6 Prozent), höchstens 40.000 Euro je Objekt. Die zugehörige Verordnung (ESanMV) zählt digitale Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung ausdrücklich dazu, samt notwendiger Elektroarbeiten. Voraussetzungen: selbst genutztes Haus, bei Beginn älter als zehn Jahre, Einbau durch ein Fachunternehmen mit Bescheinigung nach amtlichem Muster, unbare Zahlung. Selbstmontage schließt den Bonus aus, ebenso ein BEG-Zuschuss für dieselbe Maßnahme.
  • Umsatzsteuer: Für Betreiber einer PV-Anlage gilt beim Kauf der Nullsteuersatz nach §12 Abs. 3 UStG, im Shop als eigene Variante.
Hinweis Allgemeine Information, keine Steuer- oder Förderberatung. Maßgeblich sind die jeweils geltende Richtlinie und die Auskunft von BAFA, Energieeffizienz-Experte oder Steuerberatung. Klären Sie den Weg, bevor Sie bestellen.

Installation in fünf Schritten

So läuft die Inbetriebnahme im Überblick, vom Karton bis zum ersten gesteuerten Ladevorgang. Jeden Schritt beschreibt das Handbuch mit Bildern: Lieferumfang und Anschluss, Erste Schritte, Einrichtungs-Assistent, Anschlussbeispiele.

  1. 1
    Prüfen

    Stehen die eigenen Geräte in der Kompatibilitätsliste? Gibt es am Zählerschrank Netzwerk (LAN oder WLAN) und 5 freie Teilungseinheiten auf der Hutschiene?

  2. 2
    Montieren

    Box auf die Hutschiene, Netzteil und Netzwerk anschließen. Steuerkontakte des Netzbetreibers, SG-Ready-Relais zur Wärmepumpe und RS-485 verdrahtet die Elektrofachkraft.

  3. 3
    Einrichten

    Der Assistent meldet sich beim ersten Start über das Einrichtungs-WLAN der Box oder unter soluxion.local und führt in fünf Schritten durch Netzwerk, Passwort und die §14a/§9-Grundeinstellung. Kein Konto, keine Cloud.

  4. 4
    Geräte einbinden

    Wechselrichter oder Zähler, Wallbox, Fahrzeug, Speicher, Wärmepumpe und Stromtarif in der Oberfläche der Box hinzufügen. Ab jetzt lädt das E-Auto mit Überschuss oder in günstigen Stunden.

  5. 5
    Anmelden und beobachten

    Steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber anmelden, Modul wählen, Inbetriebsetzung durch den eingetragenen Elektroinstallateur anzeigen lassen. Wie das geht, steht auf der §14a-Seite. Dann eine Woche zuschauen und nachjustieren.

Selbst einbauen oder Fachbetrieb?

Die Verbraucherzentrale NRW rät zur Installation durch einen Fachbetrieb, weil Arbeiten am Zählerschrank anstehen. Das stimmt für den elektrischen Teil. Der Rest ist Ihre Entscheidung, und das Soluxion HEMS Plus ist so gebaut, dass beides geht:

AufgabeSelbst möglich?Fachbetrieb
Box auf die Hutschiene, USB-C-Netzteil, LAN oder WLANjaoptional
Einrichtungs-Assistent, Passwort, §14a/§9-Grundeinstellungjaoptional
Netzwerkgeräte einbinden (Wallbox, Wechselrichter, Fahrzeug, Tarif)jaoptional
Arbeiten im Zählerschrank, 230-Volt-Leitungen, HutschienennetzteilneinElektrofachkraft
Anschluss an Steuerbox oder FNN-Steuerkontakte des NetzbetreibersneinElektrofachkraft, nach Vorgaben des Netzbetreibers
Relais zur Wärmepumpe (SG-Ready), RS-485-Verkabelung zu Zähler oder WechselrichterneinElektrofachkraft
Anmeldung beim Netzbetreiber, Anzeige der InbetriebsetzungAntrag ja, Anzeige neineingetragener Elektroinstallateur
Förderung (BEG EM, §35c)neinEnergieeffizienz-Experte beziehungsweise Fachunternehmen zwingend

Kurz: Wer nur Netzwerkgeräte steuert und keine Förderung braucht, kommt mit Karton, Browser und einer halben Stunde aus. Wer die Steuerbox koppelt, die Wärmepumpe über Relais führt oder Zuschuss und Steuerbonus nutzen will, holt den Fachbetrieb dazu. Für Installateure haben wir einen eigenen Bereich mit Anschlussplänen und technischen Unterlagen.

Worauf beim Kauf achten? Die Checkliste

Sieben Fragen, die ein Angebot beantworten sollte, bevor Sie unterschreiben:

  1. Welche Geräte werden unterstützt? Eine offene Geräteliste mit vielen Herstellern schlägt eine kurze Freigabeliste. Prüfen Sie Ihre konkreten Modelle, nicht nur die Marke. Soluxion HEMS Plus: über 800 Geräte von über 300 Marken, Liste öffentlich einsehbar.
  2. Was kostet es über zehn Jahre? Einmalpreis plus laufende Gebühren plus Tarifbindung. Fragen Sie, was nach Vertragsende noch funktioniert. Soluxion HEMS Plus: 399 Euro einmalig, danach nichts mehr, Updates inklusive.
  3. Läuft es mit jedem Stromanbieter? Und mit dynamischen Tarifen? Ein HEMS, das nur den Tarif des Herstellers optimiert, optimiert vor allem den Hersteller. Soluxion HEMS Plus: jeder Anbieter; Tibber, aWATTar, Octopus und weitere ab Werk.
  4. Wo liegen die Daten? Lokal im Haus oder in einer Cloud? Die Verbraucherzentrale NRW nennt lokale Verarbeitung „vergleichsweise sicher" und Cloud-Daten nur so sicher „wie die Cloud selbst". Was passiert bei Internetausfall? Soluxion HEMS Plus: alle Daten bleiben im Haus, kein Konto; die Steuerung läuft ohne Internet weiter, nur Börsenpreise und Updates brauchen die Verbindung.
  5. Sind §14a EnWG und §9 EEG abgedeckt? Kopplung mit der Steuerbox (EEBUS) und mit Steuerkontakten (FNN), Einspeisebegrenzung, sinnvolle Verteilung der zulässigen Leistung. Nicht nur „vorbereitet", sondern eingerichtet. Soluxion HEMS Plus: EEBUS-Kopplung, FNN-Kontakte an sechs Eingängen und §9-Einspeisebegrenzung, ab Werk vorkonfiguriert.
  6. Wie geht es weiter? Updates, Community, Quellcode. Offene Software überlebt den Hersteller; proprietäre Systeme hängen an seinem Geschäftsmodell. Soluxion HEMS Plus: quelloffene Software mit großer Community, Updates liefern wir über einen eigenen Kanal.
  7. Wo wird es montiert? Hutschiene im Zählerschrank mit Schraubklemmen für Relais, Eingänge und RS-485, oder Box im Wohnraum nur mit Netzwerk? Das entscheidet, was sich anschließen lässt. Soluxion HEMS Plus: Hutschienengehäuse mit 5 Teilungseinheiten, zwei Relais, sechs Eingänge, vier Ausgänge, RS-485, alles auf Schraubklemmen.

Soluxion HEMS Plus: das HEMS, das Ihnen gehört

Ein vollwertiges HEMS auf Open-Source-Basis: PV-Überschussladen, dynamische Tarife, Wärmepumpen- und Speichersteuerung. Über 800 unterstützte Geräte, alle ohne Zusatzkosten; alle Daten bleiben lokal im Haus; jeder Stromanbieter, jeder Tarif. Das Soluxion HEMS Plus (399 Euro einmalig, kein Abo) bringt §14a EnWG und §9 EEG dank unserer Konfigurationslösung vorkonfiguriert mit.

Häufige Fragen

Was bedeutet HEMS?
HEMS steht für Home Energy Management System – ein Heim-Energiemanagementsystem aus Hardware und Software, das alle Energieflüsse im Haushalt überwacht und automatisch steuert.
Wie funktioniert ein HEMS?
Ein HEMS misst Erzeugung, Verbrauch und Netzbezug in Echtzeit, meist über einen Zähler oder die Messwerte des Wechselrichters. Aus diesen Daten, aus Prognosen und aus Preis- und Netzsignalen leitet es automatisch Entscheidungen ab: Bei PV-Überschuss lädt es den Speicher, startet die Wärmepumpe oder versorgt das E-Auto bevorzugt mit Solarstrom; bei dynamischen Tarifen verschiebt es Verbrauch in günstige Stunden.
Brauche ich für ein HEMS zwingend einen Speicher?
Nein. Ein HEMS bringt auch ohne Batteriespeicher Vorteile, indem es flexible Verbraucher wie Wärmepumpe, Wallbox oder Warmwasserbereitung gezielt dann einschaltet, wenn PV-Überschuss da ist oder der Strompreis niedrig liegt. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil zusätzlich: Im Beispiel des HTW-Berlin-Unabhängigkeitsrechners (4.500 kWh Jahresverbrauch, 5 kWp) steigt er von 28 Prozent ohne Speicher auf 56 Prozent mit 5 kWh Speicher.
Funktioniert ein HEMS auch ohne PV-Anlage?
Ja. Mit einem dynamischen Stromtarif verschiebt das HEMS flexible Verbräuche wie das Laden des E-Autos oder die Wärmepumpe automatisch in günstige Börsenstunden. Im Gutachten für den Verbraucherzentrale Bundesverband war der stündlich-dynamische Tarif für einen Haushalt mit E-Auto (5.800 kWh) bereits ohne Verhaltensänderung die günstigste Option, die Verschiebung brachte zusätzlich rund 7 Prozent. Dazu kommt die Steuerbarkeit nach §14a EnWG, die auch ohne PV reduzierte Netzentgelte ermöglicht.
Funktioniert ein HEMS mit meiner bestehenden PV-Anlage?
In der Regel ja. Entscheidend ist, dass die Komponenten (Wechselrichter, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe) über offene Schnittstellen ansprechbar sind. Das Soluxion HEMS Plus unterstützt über 800 Geräte der gängigen Hersteller ohne Zusatzkosten. Die Kompatibilitätsliste zeigt, welche Geräte namentlich erfasst sind.
Braucht ein HEMS eine Internetverbindung?
Für die Kernfunktionen nicht zwingend. Ein gutes HEMS trifft seine Steuerentscheidungen lokal. Internet wird für Zusatzfunktionen wie dynamische Börsenstrompreise, Wetterprognosen oder Updates benötigt. Das Soluxion HEMS Plus verarbeitet alle Daten lokal, sie verlassen das eigene Haus nicht.
Ist ein HEMS dasselbe wie ein Smart Meter?
Nein. Der Smart Meter ist die Messkomponente, er erfasst die Energieflüsse. Das HEMS ist die Steuerungsintelligenz, die auf Basis dieser Messdaten Entscheidungen trifft und die Geräte schaltet. Beide arbeiten zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen HEMS und Smart Home?
Ein Smart Home automatisiert Komfort: Licht, Rollläden, Heizkörperthermostate, Szenen. Ein HEMS steuert Energie: Es entscheidet nach Erzeugung, Preis und Netzsignal, wann große Verbraucher laufen. Beides ergänzt sich, schaltbare Steckdosen und Schalter kann ein HEMS mitnutzen.
Was ist der Unterschied zwischen HEMS und EMS?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet. EMS (Energy Management System) ist der Oberbegriff für Energiemanagement-Systeme aller Größen. HEMS steht spezifisch für die Anwendung im Eigenheim (Home), also die Vernetzung von PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox im privaten Haushalt.
Lohnt sich ein HEMS auch wegen §14a EnWG?
Ja. Seit 2024 müssen neue steuerbare Verbraucher wie Wallbox, Wärmepumpe und Speicher netzdienlich regelbar sein. Ein HEMS übernimmt diese Schnittstelle, verteilt die zulässige Leistung intelligent auf die Geräte und schafft die technische Voraussetzung für reduzierte Netzentgelte, die der Netzbetreiber gewährt. Details im Beitrag §14a EnWG einfach erklärt.
Wann lohnt sich ein HEMS?
Ein HEMS lohnt sich, sobald steuerbare Verbraucher im Haus sind: E-Auto, Wärmepumpe, Speicher oder Heizstab, mit oder ohne PV-Anlage. Je mehr flexible Verbraucher, desto größer das Potenzial. Mit dynamischem Tarif kommt der Preishebel hinzu, seit 2024 zusätzlich die Steuerbarkeit nach §14a EnWG und §9 EEG.
Wann lohnt sich ein HEMS nicht?
Wenn es nichts zu verschieben gibt: kein E-Auto, keine Wärmepumpe, kein Speicher, kein Heizstab und kein dynamischer Tarif. Auch bei sehr geringem Verbrauch, bei Geräten ohne Schnittstelle oder ohne Zugriff auf Zählerschrank und Anlage bringt ein HEMS wenig. Dann ist die günstigste Lösung, erst einmal nichts zu kaufen.
Was kostet ein HEMS?
Die Steuerzentrale kostet je nach Modell von rund 100 bis 150 Euro im Selbstbau bis 600 bis 1.000 Euro für Fertiggeräte; Abo-Modelle kosten zusätzlich meist 6 bis 10 Euro im Monat. Die Verbraucherzentrale NRW nennt für das komplette System mit Solaranlage, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox schnell über 1.000 Euro. Das Soluxion HEMS Plus kostet 399 Euro einmalig, ohne Abo, mit §14a EnWG und §9 EEG ab Werk.
Hat das Soluxion HEMS Plus laufende Kosten oder ein Abo?
Nein. Das Soluxion HEMS Plus kostet 399 Euro einmalig, Versand inklusive. Es gibt keine Abo-Gebühr, keine Cloud-Kosten und keine Bindung an einen Stromtarif. Software-Updates sind enthalten, die Steuerung läuft lokal im Haus. Der einzige laufende Posten ist der, den jeder Haushalt mit steuerbaren Geräten ohnehin hat: der Messstellenbetrieb für das intelligente Messsystem.
Wie viel spart ein HEMS im Jahr?
Das hängt von den Geräten ab. Jede Kilowattstunde Solarstrom, die statt eingespeist selbst genutzt wird, bringt laut Verbraucherzentrale NRW 20 bis 30 Cent. Verschiebt ein HEMS 1.000 kWh im Jahr in Sonnenstunden, sind das 200 bis 300 Euro. Die Netzentgeltreduzierung nach §14a EnWG liegt im Schnitt bei rund 165 Euro im Jahr. Mit dynamischem Tarif kommen laut vzbv-Gutachten rund 7 Prozent zusätzlich durch Lastverschiebung hinzu. Die Hebel addieren sich nicht immer vollständig.
Wird ein HEMS gefördert?
Ja, auf zwei Wegen, die sich gegenseitig ausschließen: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM, Nummer 5.2 b) bezuschusst digitale Systeme zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung mit 15 Prozent, mit Sanierungsfahrplan 20 Prozent; der Antrag muss vor dem Kauf gestellt werden und ein Energieeffizienz-Experte ist Pflicht. Alternativ gibt es den Steuerbonus nach §35c EStG: 20 Prozent der Kosten über drei Jahre, wenn ein Fachunternehmen einbaut und das Haus älter als zehn Jahre ist.
Kann ich ein HEMS selbst einbauen?
Teilweise. Die Box auf die Hutschiene setzen, Netzteil und Netzwerk anschließen, den Einrichtungs-Assistenten durchlaufen und Netzwerkgeräte einbinden können Sie selbst. Alle Arbeiten im Zählerschrank, der Anschluss an Steuerbox oder Steuerkontakte des Netzbetreibers, die Relaisverdrahtung zur Wärmepumpe und die RS-485-Verkabelung gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Förderung setzt ohnehin einen Fachbetrieb voraus.
Wie viel Eigenverbrauch bringt ein HEMS?
Ohne Steuerung und Speicher bleibt ein großer Teil des Solarstroms ungenutzt: Der Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin zeigt für 4.500 kWh Verbrauch und 10 kWp nur 16 Prozent Eigenverbrauchsanteil, mit 10 kWh Speicher 38 Prozent. Steuerbare Verbraucher wie E-Auto oder Wärmepumpe, die ein HEMS gezielt in Sonnenstunden schaltet, heben den Anteil weiter an, je nach Fahr- und Heizprofil.

Verwandte Themen

Quellen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechts-, Steuer- oder Förderberatung. Rechenbeispiele beruhen auf den genannten Annahmen; konkrete Einsparungen und Eigenverbrauchsquoten hängen von Anlage, Verbrauchsprofil, Tarif, Netzgebiet und Konfiguration ab.

Produkte ansehen ↗